Trennungsunterhalt

Mit Trennung der Ehegatten bzw. eingetragenen Lebenspartner endet der bisherigen (gegenseitig) gewährte Familienunterhalt. An dessen Stelle treten die nachfolgenden Unterhaltsansprüche.

Elementarunterhalt

Mit Trennung der Partner hat derjenige, der weniger Einkünfte hat als der andere, Anspruch auf Zahlung monatlichen Trennungsunterhalts. Dieser richtet sich nach den ehelichen Lebensverhältnissen.

Bsp. 1:
M hat ein monatliches Nettoeinkommen von 2.100,- € nach Abzug von Fahrtkosten und Ratenzahlungen für ehebedingte Schulden. F hat den Haushalt geführt und hat kein eigenes Einkommen. F hat einen Anspruch auf Trennungsunterhalt in Höhe von 3/7 von 2.100,- €, also 900,- €.
Bsp.2:
M verdient monatlich 3.200,- € netto nach Abzug anerkannter Ausgaben. M hat ein eigenes Netto von 400,- €. Sie kann Trennungsunterhalt von M über 3/7 von (3.200,- – 400,- €=) 2.800,- € also 1.200,- € verlangen.

 

Vorsorgeunterhalt

Dieser Unterhalt kann geltend gemacht werden ab dem Zeitpunkt der Zustellung des Scheidungsantrags an den Partner und umfasst Vorsorgeleistungen für das Alter und die Erwerbsunfähigkeit. Der Anspruch endet mit der Rechtskraft der Scheidung bzw. Aufhebung.

 

Kranken-/Pflegevorsorgeunterhalt

Wenn der Unterhaltsberechtigte selbst keiner sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit nachgeht, kann er eine angemessene Kranken- und Pflegeversicherung beanspruchen. Mit Rechtskraft der Scheidung bzw. Aufhebung endet auch dieser Anspruch. Besteht kein nachehelicher Unterhalt kann der geschiedene Partner freiwilliges Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung werden oder sich privat versichern.

 

 Zusätzlicher Bedarf

Zusätzlicher Bedarf umfasst Kosten, die dem Unterhaltsberechtigten entstehen, die nicht durch die anderen Unterhaltsansprüche abgedeckt sind, sogenannter Sonder- und Mehrbedarf.